Die Idee
Der Bundestagswahlkampf führte unweigerlich zu Zuspitzung und Polarisierung. Viele Parlamentarier haben bis zuletzt um ihren Sitz in Berlin gekämpft. Der Ton in Wahlkämpfen ist oft rau; der politische Wettbewerber wird nicht geschont. Den Parlamentarismus der Bundesrepublik Deutschland kennzeichnet jedoch seit jeher ein Grundkonsens des kollegialen Umgangs und der prinzipiell harmonischen Arbeitsatmosphäre. "Brot und Salz" möchte einen Beitrag leisten, die harten Bandagen des Wahlkampfes abzulegen, Kriegsbeile zu begraben und den Blick nach vorn zu richten.
Die Große Koalition stärkte zwangläufig die Position der Exekutive gegenüber dem Parlament. Umso wichtiger erscheint es, die Rolle des Parlaments als oberstes und gesetzgebendes Verfassungsorgan hervorzuheben und mit Leben zu füllen. "Brot und Salz" möchte einen bescheidenden Beitrag dazu leisten, dieses Selbstverständnis des Deutschen Bundestages ebenso wie das Selbstbewusstsein seiner Mitglieder zu erneuern und einen "Esprit de Corps" im besten demokratischen Sinne herauszubilden.
Die Grundlage jeder politischen, in besonderem Maße jedoch der parlamentarischen Arbeit sind gute, weitreichende und belastbare Kontakte. Gerade zu Beginn einer neuen Sitzungsperiode gilt es, die neuen Kollegen und ihre Positionen und Handlungsspielräume kennen- und einschätzen zu lernen. Viele Verbindungen, die zu Beginn einer Legislatur geknüpft werden, erweisen sich als äußerst tragfähig und politisch fruchtbar. "Brot und Salz" möchte in diesem Sinne mithelfen, Netzwerke für die parlamentarische Arbeit zu stärken.
Darüber hinaus zeichnet sich "Brot und Salz" durch einen genuin parlamentarischen Teilnehmerkreis aus. Die Abgeordneten und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind weitgehend unter sich: Interessenvertreter sind nicht geladen, nur einige wenige ausgesuchte Journalisten gastieren. So erhält sich die Veranstaltung dezidiert einen ungezwungenen, parlamentarisch-diskreten Charakter, unterstützt den interfraktionellen Austausch mit hoher politischer Gesprächs- aber auch Diskurskultur.
